Wie lässt sich das Alltagsleben einer transnationalen Organisation kulturanthropologisch erforschen?
Mit dieser zentralen Frage haben sich die Teilnehmenden des Masterprojektseminars „Dezentrierung des Humanitarismus – Debatten im Roten Kreuz in den 1970er Jahren“ im Fach Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Sommersemester 2024 beschäftigt.
Im Rahmen ihrer Forschung reisten die Studierenden nach Genf, um in den Archiven des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sowie der Föderation der nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften zu arbeiten.
Sie entwickelten multiperspektivische und mehrsprachige historische Zugänge, um die vielfältigen und oft in Vergessenheit geratenen Geschichten des Roten Kreuzes sichtbar zu machen.
Die Ergebnisse ihrer kulturhistorischen Forschung sind in drei Formaten öffentlich zugänglich:
- Einzelne Texte auf der Projektwebseite
- Posterbeiträge beim Mainzer Wissenschaftsmarkt
- Ein Fachbeitrag im Rahmen des Alameda-Dossiers „Containing Politics“ (Alameda ist ein Forschungsinstitut, das sich mit sozialen Bewegungen vernetzt, um zu untersuchen, wie engagierte Wissenschaft auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann. Gehostet wird Alameda von Save the Children UK.)