Dr. Sandra Keßler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

IllustrationForschungsschwerpunkte

  • Interkulturaliät
  • Qualitative Methoden
  • Biografie- und Erzählforschung
  • Esskultur & Ernährung
  • (Alternativer) Konsum
  • Korea und Koreakrieg
  • Diversität in der Feldforschung

S. Alltag und kulturelle Praxis: Human Animal Studies. Zum Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

Dr. Sandra Keßler

Kurzname: S Alltag&kult Praxis
Kursnummer: 05.174.16_530

Empfohlene Literatur

Fenske, Michaela (2013). Wenn aus Tieren Personen werden. Ein Einblick in die deutschsprachigen „Human Animal Studies“. Schweizerisches Archiv für Volkskunde, 109, 115–132.

Inhalt

Im Seminar beschäftigen wir uns mit den verschiedenen sozial und kulturell bestimmten Beziehungen und Bezügen zwischen Menschen und Tieren im Wandel der Zeit. Dabei verstehen wir den menschlichen Umgang mit Tieren als einen dynamischen Indikator für weitere soziokulturelle Prozesse, wie z.B. den Wertewandel in der Gesellschaft, und richten den Blick auf Tiere als essentiellen Teil des menschlichen Sozialgefüges. Im Fokus stehen Prozesse der Anthromorphisierung, sich verändernde Perspektiven auf Haus- und Nutztiere, aber auch Kontraste zwischen der Aufwertung einzelner Tierarten als „beste Freunde des Menschen“ oder „bedroht und schützenswert“ sowie der Abwertung und Unterwerfung anderer zur (Aus)Nutzung durch den Menschen, wie es in der Massentierhaltung der Fleischindustrie der Fall ist. Wir analysieren, wie solche Denkmuster und Bewertungen entstehen, sich verfestigen oder auch verändern können. In diesem Beziehungsgeflecht betrachten wir auch die mediale Inszenierung von Tieren (denken Sie etwa an den „Eisbären Knut“ oder den deutschen „Problembären“ sowie Fernsehsendungen wie „Kommissar Rex“) oder deren Vermenschlichung bis hin zum Stellenwert als eigenständige Familienmitglieder.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: WiSe 2020/21