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S. Quellen und Methoden kulturanthropologisch/volkskundlicher Arbeit

Dr. Thomas Schneider

Kurzname: S Quellen ka/vk Arb
Kursnummer: 05.174.16_710

Empfohlene Literatur

Wietschorke, Jens (2014). Historische Kulturanalyse. In: Bischoff, Christine / Oehme-Jüngling, Karoline / Leimgruber, Walter (Hrsg.). Methoden der Kulturanthropologie. Bern (160-176).

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die Veranstaltung wird als digitales Format ohne reguläre wöchentliche Sitzung angeboten. Sie erhalten vor Vorlesungsbeginn alle Informationen zur Teilnahme per Mail. Der Kurstermin dient lediglich als mögliches Zeitfenster für Besprechungen, Fragen, Diskussionen.

Inhalt

Die „historisch-archivalische Methode”, von der sogenannten „Münchener Schule” um Hans Moser und Karl-Sigismund Kramer in den 1950er Jahren als Zugang zur Erforschung der historischen Volkskultur und mit dem Ziel einer „exakten Geschichtsschreibung der Volkskultur“ gefordert und entwickelt, basiert auf der Arbeit mit archivalischen Quellen. Im rezenten Fachjargon wird heute von „historischer Kulturanalyse“ gesprochen und darauf abgehoben, dass es sich dabei um empirisch fundierte, eng an den Quellen orientierte und die Mikroperspektive der handelnden Individuen betonende Forschung handelt. Als Quelle kann bei diesem Forschungsansatz praktisch alles dienen, was Menschen produziert haben und was unter konsequenter quellenkritischer Einordnung und unter einer geeigneten Fragestellung für die wissenschaftliche Analyse herangezogen werden kann. Insbesondere schriftliche Quellen aus vergangenen Epochen bieten hierfür reiches Material, stellen jedoch als besondere Anforderung die Fähigkeit, sie lesen zu können. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein sind handschriftliche Quellen wie z.B. Briefe, Tagebücher u.a. Selbstzeugnisse, aber auch offizielle Schriftstücke wie Protokolle oder Behördenschriftgut etc. in der „deutschen Schreibschrift“ verfasst und somit nur mit deren Kenntnis für die Forschung fruchtbar zu machen.

Das Seminar wird diese Lesefähigkeit vermitteln, wobei anhand verschiedener handschriftlicher Quellen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert das Lesen der wichtigsten Schriften und der kritische Umgang mit diesen Quellen erlernt und eingeübt werden.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: SoSe 2021