SoSe 2013

MA HS. Semantiken und Gegennarrative kulturanthropologischer Forschung - American Counter Culture

Dr. Thomas Schneider

Kurzname: HS Semantiken
Kursnummer: 05.174.610

Empfohlene Literatur

Peter Biskind: Easy Riders, Raging Bulls. Wie die Sex & Drugs & Rock’n’ Roll Generation Hollywood rettete, Hamburg 2000 – Lars Damann: Kino im Aufbruch. New Hollywood 1967 – 1976, Marburg 2006 - Robin Denselow: The Beat Goes On. Popmusik und Politik - Geschichte einer Hoffnung, Reinbek bei Hamburg 1991 - Mike Evans / Paul Kingsbury (Hg.): Woodstock, München 2009 – Norbert Frei: 1968. Jugendrevolte und globaler Protest, München 2008 - Alexander Horwath (Hg.): The Last Great American Picture Show. New Hollywood 1967 - 1976, Wien 1995 (erweiterte Fassung hrsg. von Thomas Elsaesser, Alexander Horwath und Noel King, Amsterdam 2004) - Greil Marcus: Mystery Train. Der Traum von Amerika in Liedern der Rockmusik, Hamburg 1992 - Greil Marcus: Bob Dylans “Like A Rolling Stone”. Die Biographie eines Songs, Köln 2005 - Joel Selvin: Summer of Love. The Inside Story of LSD, Rock & Roll, Free Love and High Times in the Wild West, New York 1994 - Steven Watson: Die Beat Generation. Visionäre, Rebellen und Hipsters, 1944 - 1960, St. Andrä-Wördern 1997

Inhalt

Im Juli 1969 hatte Dennis Hoppers EASY RIDER Premiere, der erste Film des New Hollywood, ein Film, in dem zum Sound aktueller Rocksongs von Jimi Hendrix, Steppenwolf und anderen Bands zwei junge Männer auf Motorrädern auf einen Trip gehen, kreuz und quer durch die Hippie-Kultur und neue Bewusstseinsformen. Auf der Suche nach Amerika finden sie den Tod. Im August 1969 versammelten sich im ländlichen Amerika über eine halbe Million junger Menschen, um „3 Days of Peace & Music“ zu feiern, auch Tage der sexuellen Befreiung. Als letzter Musiker betrat Jimi Hendrix die Bühne und spielte - der Krieg der USA in Vietnam war auf dem Höhepunkt - die amerikanische Nationalhymne so, als würde sie von Bomben zerfetzt. Der Film, der das Festival dokumentiert, Michael Wadleighs WOODSTOCK (1970), machte, mit EASY RIDER, die American Counter Culture zu einem Phänomen, das die Jugend weltweit bewegte: die Suche nach alternativen Lebensformen, inspiriert von Zivilisationskritik und radikaler Gesellschaftskritik, nach neuen Formen des friedlichen Zusammenseins, im Rhythmus des Rock und inspiriert von Drogenerfahrungen. Doch schon im August 1969 war in Arthur Penns Film ALICE`S RESTAURANT der Blick auf die Hippie-Kultur ein nostalgischer. Im Dezember 1969 gaben die Rolling Stones ein Konzert in Altamont, um Woodstock zu übertreffen. Der Film, der das dokumentiert, GIMME SHELTER (1971) von Albert und Davis Maysles, zeigt, wie vor den Augen von Mick Jagger ein Afroamerikaner von Hell`s Angels getötet wird. Und im Sommer 1969 reiste der italienische Regisseur Michelangelo Antonioni durch Kalifornien, um ZABRISKIE POINT (1970) zu drehen, einen Film über die Politisierung der Studenten, die Gewalt der Polizei, die Flucht in die Wüste und die Utopie der freien Liebe. Der Film endet mit der (imaginierten) Explosion der Zivilisation, zur Musik von Pink Floyd. Das Jahr 1969 markiert in vielerlei Hinsicht das Ende der großen Utopie der American Counter Culture: und den Moment, in dem sie vollends zum Mythos wird. - Das Seminar ist interdisziplinär angelegt. Aus filmwissenschaftlicher und aus kulturanthropologischer Perspektive soll die Geschichte der American Counter Culture in wesentlichen Stationen rekonstruiert werden. Unser Material sind Texte, Filme des New Hollywood und Songs. Themen können sein z. B.: die Vorgeschichte des radikalen Nonkonformismus in der Beat Generation der 1950er Jahre, also die Romane „On the Road“ von Jack Kerouac, „The Naked Lunch“von William Burroughs und das Gedicht „The Howl“ von Allen Ginsberg; die Bürgerrechtsbewegung und die Politisierung der Studenten in den 1960er Jahren bis zum Jahr 1968; Bob Dylan und die Protestsänger; Herbert Marcuse, der Philosoph der Revolte; der „Summer of Love“ 1967 in San Francisco und seine Musik von Grateful Dead, Jefferson Airplane und The Doors; die neuen Lebensformen, also neues Zusammenleben, Sexualität, Drogen (Geschichte des LSD), Mode, Ikonen (z. B. Che Guevara) u. s. w. Interessant wäre es natürlich, wenn es gelänge, das Nachleben der American Counter Culture bis in die Gegenwart zu verfolgen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
18.04.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
25.04.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
02.05.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
16.05.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
23.05.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
06.06.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
13.06.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
20.06.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
27.06.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
04.07.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
11.07.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus
18.07.2013 (Donnerstag)10.15 - 11.45 Uhr00 113 Seminarraum
9181 - Medienhaus

Semester: SoSe 2013