SoSe 2024

MA Ü. Datenerhebung (Modul V): Dezentrierung des Humanitarismus – blockfreie Interventionen in den Debatten des Roten Kreuzes in den 1970er Jahren

Dozent:innen: Univ.-Prof. Dr. Carna Brkovic
Kurzname: Ü Daten KlProj
Kurs-Nr.: 05.174.645
Kurstyp: Übung

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bitte beachten Sie, dass im Rahmen dieser Übung eine Exkursion geplant ist, über deren Zeitraum die reguläre wöchentliche Präsenzzeit abgegolten wird. Daher finden Sie keine Termine an dieser Lehrveranstaltung. Nähere Informationen erhalten Sie bei Prof. Brkovic im Rahmen des dazugehörigen Projektseminars.

Inhalt

Wie lässt sich das Alltagsleben einer transnationalen Organisation studieren? Dieser MA-Projektseminar wird die Studierenden dazu ermutigen, darüber nachzudenken, wie man eine kulturanthropologische Untersuchung einer humanitären Organisation durchführt, die sich auf das Alltagsleben in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit konzentriert. Während des Kurses werden die Studierenden in den Archiven des International Committe of the Red Cross in Genf recherchieren und verschiedene Quellen analysieren, darunter Konferenzberichte, Publikationen, Fotografien, usw. Die Durchführung von Archivrecherchen in einer transnationalen humanitären Organisation ist wichtig, um den KAEE-Studierenden beizubringen, analytische Verbindungen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit sowie zwischen den lokalen, nationalen und transnationalen Ebenen zu verfolgen. Der Projektseminar führt die Studierenden in die neuesten Forschungsergebnisse der Kulturanthropologie des Humanitarismus ein, die zeigen, dass das, was der humanitäre Sektor im Westen wurde, durch direkte Diskussionen und Austausche zwischen Akteuren aus blockfreien, sozialistischen und westlichen Ländern entstand. Die Studierenden werden üben, die Forschungsergebnisse in verschiedenen Formaten zu präsentieren, einschließlich schriftlicher Texte, digitaler und analoger Ausstellungen, oder Podcasts.