WiSe 2011/2012

PS. Zur kulturellen Ordnung von Raum und Zeit I - Der Erste Weltkrieg

Dr. Dagmar Hänel; Dr. Thomas Schneider

Kurzname: KOS I-2
Kursnummer: 05.174.100

Empfohlene Literatur

Einen Überblick über den Ersten Weltkrieg und seine Rezeption in den Geschichtswissen-schaften geben die vier kurzen Aufsätze in „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (2004), im Internet als pdf abrufbar unter: [url]http://www.bpb.de/files/P1QAW1.pdf[/url].

Inhalt

"Dinge, die vom Krieg erzählen." Der 1. Weltkrieg in materieller, symbolischer und erinnerter Alltagskultur

Der Krieg der Jahre 1914 bis 1918 gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan), die das „lange 19. Jahrhundert“ mit einem Ausbruch von Gewalt und Zerstörung zum Abschluss brachte. Die mentalen, kulturellen und sozialen Veränderungen dieser Phase zeigen sich in materiellen, rituellen und diskursiven Repräsentationen, die teilweise bis heute in alltagskulturellen Kontexten von Bedeutung sind. Denken wir nur an symbolische Praxen des Gedenkens an Kriegstote im Rahmen von nationalen Gedenktagen, lokalen Gedenkorten und die Integration dieser Erinnerungskulturen in Brauchformen wie Schützenfesten. Anhand alltags- und popularkultureller Quellen, die Kriegserfahrungen und –verlauf repräsentieren, lassen sich Prozesse wie die Nutzung nationaler Stereotype in politischer Propaganda, Funktionen von Religiosität und Spiritualität angesichts existentieller Krise, Wandel von Geschlechterbildern und –rollen wie Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit ebenso nachzeichnen wie strukturelle Formierungen und Auflösungen sozialer, kultureller und nationaler Grenzen. Auch die Diskurse über den Ersten Weltkrieg geben immer wieder aufschlussreiche Einblicke in Selbstbilder, Ideologien und diskursive Strategien nachfolgender Gesellschaften, die sich immer wieder auf diese Phase europäischer (und außereuropäischer) Geschichte beziehen.
Die Themen, Problemkreise und Fragestellungen zur alltagskulturellen Bedeutung des 1. Weltkriegs sind heterogen und vielfältig. Unter einer sachkulturellen Perspektive sollen in der angebotenen Lehrveranstaltung Einblicke sowohl in alltagskulturelle Lebensrealitäten der Zeit zwischen 1914 bis 1918 als auch in ihre Rezeption bis in die Gegenwart genommen werden. Angesichts des Anstehenden „Jubiläums“ im Jahr 2014 soll es auch um die Bedeutung dieser Zeit als kulturellem Erbe für ein modernes Europa gehen.

Themenverteilung und konkreter Aufbau des Seminars erfolgt in der ersten Sitzung.
Geplant ist eine eintägige Exkursion.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
28.10.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
04.11.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
11.11.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
18.11.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
25.11.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
02.12.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.12.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
16.12.2011 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.01.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.01.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.01.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.02.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.02.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.02.2012 (Freitag)16.15 - 17.45 Uhr01 491 P110
1141 - Philosophisches Seminargebäude

Semester: WiSe 2011/12