WiSe 2017/2018

S. Alltag und kulturelle Praxis: Kultur und Alltag der Zwischenkriegszeit

PD Dr. Christina Niem

Kurzname: S Alltag&kult Praxis
Kursnummer: 05.174.16_530

Empfohlene Literatur

Heidrich, Hermann (2000). Facetten zu einer Theorie der Dinge. In: Ders. (Hg.): Sachkulturforschung. Gesammelte Beiträge der Tagung der Arbeitsgruppe Sachkulturforschung und Museum in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (Schriften und Kataloge des Fränkischen Freilandmuseums, 32) (8–18). Bad Windsheim.
Hoeres, Peter (2008). Die Kultur von Weimar. Durchbruch der Moderne. Berlin.
Maase, Kaspar (1997). Grenzenloses Vergnügen. Der Aufstieg der Massenkultur 1850–1970. Frankfurt/M.
Peukert, Detlev J. K. (2014). Die Weimarer Republik. Krisenjahre der Klassischen Moderne (Edition Suhrkamp). Frankfurt/M. [orig. 1987]

Inhalt

Die 1920er-Jahre werden heute gern verklärt als „golden“ betrachtet, als eine Zeit der Freiheit und Freizügigkeit zwischen den Zwängen des wilhelminischen Kaiserreichs und dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft. Wie sahen „die goldenen Zwanziger“ tatsächlich aus? Welche Neuerungen und Umbrüche wirkten auf Kultur und Lebensweise der Menschen ein? Wie sah der Alltag in Stadt und Land aus?
Im Seminar soll die Zeitspanne zwischen den beiden Weltkriegen (1919 bis 1939) betrachtet werden. Dabei steht die Alltagskultur im Mittelpunkt: Veränderungen im Bereich des Wohnens und Arbeitens, etwa die Normierung und Rationalisierung in Fabrik, Büro und Haushalt. Die Entstehung der Freizeit mit dem Besuch von Kinos oder Massensportveranstaltungen, eine neue Körperkultur, neuen Medien wie Film und Radio, aber auch die Verbreitung populärer Lesestoffe sind zu beachten. Die im Kaiserreich entstandene Jugendkultur „Wandervogel“) differenziert sich zur bündischen Jugend aus; das Leitbild der „neuen Frau“ steht wie die gesamte Epoche unter dem kontrovers diskutierten Einfluss von „Amerikanisierung“ bzw. „Amerikanismus“.
Eine wichtige Rolle im Studium der Disziplin Kulturanthropologie/Volkskunde spielen Alltagsgegenstände, die materiellen Kultur oder Sachkultur. Die Objekte des Alltags sammeln, bewahren, erforschen und präsentieren Museen. Im Freilichtmuseum Hessenpark können Sie zur Vorbereitung auf das Seminar die Sonderausstellung zum Thema Elektrifizierung, „Hessen unter Strom“, besuchen. Dort „erzählen Staubsauger, Kühlschrank und Elektroherd von ihrem Einzug in unseren häuslichen Alltag und wie sie ihn veränderten.“ (https://www.hessenpark.de/veranstaltungen/sonderausstellungen/)

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
20.10.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.10.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.11.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.11.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.11.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.11.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
01.12.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.12.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
15.12.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.12.2017 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
12.01.2018 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
19.01.2018 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
26.01.2018 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
02.02.2018 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude
09.02.2018 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr02 445 P205
1141 - Philosophisches Seminargebäude

Semester: WiSe 2017/18