WiSe 2017/2018

Dimensionen des Welterbes: zur kulturellen Bedeutung eines globalen Phänomens

N.N.

Kurzname: PS. KOS R&Z I
Kursnummer: 05.174.100

Voraussetzungen / Organisatorisches

Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung erst zum 05.11.15 startet.

Inhalt

Aktuell erscheinen in den Medien immer wieder Berichte über die Zerstörung von Welterbestätten. Die mediale Aufmerksamkeit unterstreicht die Bedeutung dieser Orte. Das Welterbe hat in diversen Kontexten einen Stellenwert erlangt. So kann es Identifikationsprozessen ganzer Nationen beeinflussen, spielt in der Kulturpolitik eine Rolle und dient nicht zuletzt dem Tourismus. Die mutwillige Zerstörung einer Welterbestätte ist daher von hoher symbolischer und zum Teil auch ökonomischer Bedeutung.
Im Seminar sollen grundlegende Konzepte zum Verständnis von Kulturerbe erörtert werden. Im Besonderen soll der Fokus auf der Entstehung und Bedeutung der unterschiedlichen von der UNESCO entwickelten Welterbeprogramme liegen. Anschließend werden die Konsequenzen der Auszeichnung, sprich die Maßnahmen und Probleme im Umgang mit dem Erbe reflektiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf zu untersuchen, wie die z.B. touristischen Inszenierungen die betroffenen Orte und den Alltag der Bewohner, die im Welterbe leben, verändern.

Empfohlene Literatur

- Hemme, Dorothee (Hg.): Prädikat "Heritage": Wertschöpfungen aus kulturellen Ressourcen. Münster 2007. (=Studien zur Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie; 1).
- Kirshenblatt-Gimblett, Barbara: Intangible Heritage as Metacultural Production. In: Museum International 56 (2004). S. 52-65.
- Luger, Kurt (Hg.): Welterbe und Tourismus. Schützen und Nützen aus einer Perspektive der Nachhaltigkeit. Innsbruck u.a. 2008. (=Tourismus; 9)
Semester: WiSe 2017/18